Triz



Allgemeine Anwendung von TRIZ *

Triz

Wie bei der klassischen Problemlösungsmethode auch, wird bei TRIZ mit der Problemanalyse begonnen. Hier nimmt sie jedoch einen großen Raum in Anspruch. Ein Ansatz ist, dass Probleme, die eine innovative Lösung verlangen, nicht durch Optimierung gelöst werden können, sondern einen so genannten Widerspruch in sich bergen (z.B. die Forderung hoher Druckverformungsrest und hohe Weiterreißfestigkeit bei einer bestimmten Gummi-Mischung). Dieser muss beseitigt werden.

Im weiteren Vorgehen wird die so genannte Problemebene festgelegt. Man diskutiert systematisch und der Gruppenprozess kann somit gelenkt werden. Je nach Aufgabe können die Problemfelder die Konstruktion, die Produktion, den Werkstoff oder einzelne Rohstoffe bis in den molekularen Bereich umfassen.

Im dritten Schritt wird der Widerspruch vom Gegenstand immer weiter abstrahiert. Dadurch wird es möglich, nicht nur im Rahmen des konkreten Gegenstands zu denken, sondern sich im Team auch für Lösungen aus anderen Bereichen empfänglich zu machen.

Als Leitfaden können nun Ergebnisse aus der Literatur herangezogen werden. Nach dem Ansatz des TRIZ-Erfinders Altschuller können fast sämtliche Problemlösungen der Literatur 40 Prinzipien zugeordnet werden. Unter Nutzung dieser 40 Prinzipien werden die Literaturlösungen zugänglich.
Gegen Ende eines Workshops erfolgt in klassischer Weise die Priorisierung der Ideen und die Erarbeitung notwendiger Maßnahmen.

Anpassungen und Erfahrungen in der kautschukverarbeitenden Industrie

Erfahrungsgemäß macht es Sinn, die Beispiele für die Prinzipien den Problemebenen anzupassen. Da die Diskussionen sehr stark ins Fachdetail gehen, muss unbedingt auf eine adäquate Gruppenzusammensetzung geachtet werden.

* TRIZ = Theorija Reschija Izobretatel´skich Zadac (russ)
= Theory of inventive problem solving (engl)
= Theorie des erfinderischen Problemlösens